Die chirurgische Methode, die weltweit als Goldstandard bei fortgeschrittener erektiler Dysfunktion gilt, die auf orale und Injektionstherapien nicht anspricht.
Die erektile Dysfunktion (ED) hat viele Ursachen — Gefäßerkrankungen, Diabetes, Nervenschäden nach einer Prostataoperation und psychologische Faktoren. Orale Medikamente (PDE5-Hemmer), Vakuumpumpen und intrakavernöse Injektionen sind für die große Mehrheit der Patienten wirksam.
Einige Patienten jedoch — besonders fortgeschrittene Diabetiker, Patienten nach radikaler Prostatektomie und solche mit gestörter Gefäßstruktur — sprechen auf diese Behandlungen nicht an. In diesem Fall ist die Penisprothese die klinisch bewährte Standardlösung, die weltweit über 530.000 Mal durchgeführt wurde.
Assoc. Prof. Şenol Tonyalı führt die Penisprothesen-Operation gemäß den Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Urologie (EAU) und der Amerikanischen Urologischen Gesellschaft (AUA) durch.
Es gibt zwei Haupttypen von Prothesen. Wir entscheiden gemeinsam, welche geeignet ist — auf Basis von Alter, manueller Geschicklichkeit, Partnersituation und Erwartungen.
Besteht aus zwei flexiblen Stäben, die in den Penis eingesetzt werden. Für den Geschlechtsverkehr manuell nach oben und für den Alltag nach unten gebogen. Es gibt kein hydraulisches System; sie ist einfach zu bedienen. Geeignet für ältere Patienten und solche mit eingeschränkter manueller Geschicklichkeit.
Besteht aus 3 Teilen: Zylinder im Penis, eine Pumpe im Hodensack und ein Reservoir in der Bauchhöhle. Von der Pumpe gefüllt, sorgt das System für eine natürlich aussehende Erektion. Nach dem Geschlechtsverkehr entleert, wird der Penis vollständig weich. Die höchste Patienten- und Partnerzufriedenheit wird bei diesem Typ beobachtet. Wird mit zugelassenen Marken wie AMS 700 und Coloplast Titan angewendet.
Das System besteht aus drei Teilen: zwei Zylinder im Penis, eine Pumpe im Hodensack und ein Flüssigkeitsreservoir vor der Blase. Wird die Pumpe gedrückt, strömt Flüssigkeit in die Zylinder und sorgt für Steifigkeit.
Eine Penisprothese ist eine unumkehrbare Entscheidung; daher sind das Ausprobieren aller vorherigen Behandlungen und ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten unerlässlich.
Anamnese, körperliche Untersuchung, Gefäßbeurteilung und Analyse psychologischer Faktoren. Vorherige Behandlungen und Patientenerwartungen werden detailliert erfasst.
Die Wahl einer biegsamen oder aufblasbaren Prothese wird gemeinsam mit Patient und Partner getroffen. Marken, Kosten und Merkmale werden erläutert.
In 60–90 Minuten über einen verborgenen penoskrotalen Schnitt abgeschlossen. Ein strenges Sterilprotokoll wird angewendet. Am Ende der Operation getestet.
Die Anwendung der Prothese wird in Woche 3–4 vermittelt. Sexuelle Aktivität wird in Woche 6 freigegeben. Eine jährliche Nachsorge wird geplant.
Es gibt zwei Haupttypen von Prothesen: einfache biegsame Stäbe und das verborgene 3-teilige aufblasbare System, das das natürlichste Ergebnis liefert.
Klinische Ergebnisse und Daten zur Patientenzufriedenheit aus internationalen Studien.
Kein Bedarf an Medikamenten, Injektionen oder Vakuumpumpe. Für 10–15 Jahre wird zu jedem gewünschten Zeitpunkt eine Erektion erreicht.
In internationalen Studien liegt die Patientenzufriedenheit über 90 %. Dieselbe Rate gilt für die Partnerzufriedenheit.
Die prothetische Erektion kommt von einem mechanischen System. Sexuelles Empfinden und Orgasmus bleiben vollständig erhalten.
Mit der aufblasbaren Prothese sieht der Penis im weichen Zustand natürlich aus. Ein Partner bemerkt die Prothese nicht.
85 % der Patienten bevorzugen sie gegenüber anderen ED-Behandlungen. Die Rate derer, die den Eingriff wieder durchführen lassen würden, liegt bei 96 %.
Nach dem Eingriff werden positive Auswirkungen auf das soziale Leben, die Paarbeziehung und das Selbstvertrauen berichtet.
Die Zylinder werden über einen kleinen Schnitt zwischen Penis und Hodensack (penoskrotal) in den Schwellkörper eingesetzt. Die Narbe ist nahezu unsichtbar.
Die am häufigsten gestellten Fragen zur Penisprothese, mit ehrlichen Antworten auf wissenschaftlichem Niveau.
Technisch kann sie entfernt werden, es wird aber dringend davon abgeraten. Bei Entfernung der Prothese wird das Schwellkörpergewebe geschädigt und die natürliche Erektion kehrt nicht zurück. Daher sollte die Entscheidung sehr sorgfältig und erst nach dem Ausprobieren anderer Behandlungen getroffen werden.
Die Prothese kann an Metalldetektoren einen Alarm auslösen. Ein medizinischer Ausweis Ihres Arztes erklärt dies. An der Flughafensicherheit gibt es kein Problem.
Nein. Die Prothese beeinflusst nur den Erektionsmechanismus des Penis. Sexuelles Empfinden, Orgasmus und Ejakulation bleiben vollständig erhalten; diese kommen vom Nervensystem, nicht von der Prothese.
Bei lang bestehender Impotenz kann sich das Penisgewebe zurückgebildet haben. Die Prothese füllt dieses Gewebe und liefert ein Ergebnis nahe der früheren Größe. Die Prothesengröße wird während der Operation gemessen und ausgewählt.
Die Penisprothese kann bei bestimmten Indikationen (organische ED, nach Prostatektomie) von der SGK übernommen werden. Wir empfehlen, sich vor Ihrem Termin über die aktuellen Deckungsinformationen zu erkundigen.
Alle Gespräche werden im Rahmen der ärztlichen Schweigepflicht geführt. Auf Wunsch kann die gesamte Kommunikation ausschließlich über WhatsApp erfolgen, ohne dass Partner oder Angehörige davon erfahren.