Vollständige Entfernung der vergrößerten Prostata mit dem Holmium-Laser. Wirksamkeit wie bei der offenen Operation, endoskopischer Komfort, dauerhafte Ergebnisse.
HoLEP (Holmium-Laser-Enukleation der Prostata) ist eine Operation, bei der das vergrößerte Prostatagewebe mit einem endoskopischen Holmium-Laser als Ganzes aus der Prostatakapsel herausgeschält und in die Blase geschoben wird. Sie überträgt das Prinzip der „vollständigen Entfernung" der offenen Prostatektomie auf eine endoskopische Technik.
Seit Jahrzehnten von den Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Urologie (EAU) als Goldstandard-Option für Prostatae jeder Größe anerkannt, sticht sie besonders bei Prostatae über 80 ml hervor, wo die TUR-P an ihre Grenzen stößt.
In den Jahren 2022–2023 erhielt Assoc. Prof. Şenol Tonyalı ein Forschungsstipendium der Europäischen Gesellschaft für Urologie (EAU) und arbeitete am Universitätsklinikum Freiburg in Deutschland mit Schwerpunkt auf HoLEP-Chirurgie und Lasern.
HoLEP ist für Männer geeignet, die aufgrund einer Prostatavergrößerung Schwierigkeiten beim Wasserlassen haben. Situationen, die jemanden besonders zum HoLEP-Kandidaten machen, sind:
Das Endoskop erreicht die Prostata über die Harnröhre; das vergrößerte Gewebe wird mit dem Holmium-Laser als Ganzes von der Kapsel gelöst, in die Blase verschoben und mit einem Morcellator entfernt.
Vom Beratungsgespräch bis zur Nachsorge wird der gesamte Ablauf klar geplant. Unsere Patienten werden in jeder Phase informiert.
Daten wie Uroflowmetrie, PSA, Miktionsmuster und Ultraschall werden ausgewertet.
Narkoseüberprüfung, Blutuntersuchungen und Wahl der Narkoseart. Sechs Stunden Nüchternheit am Operationstag genügen.
Der Eingriff dauert in der Regel 60–90 Minuten. Enukleation aus der Prostatakapsel mit dem Laser; das in die Blase verschobene Gewebe wird mit einem Morcellator entfernt.
Der Katheter wird innerhalb von 24–48 Stunden entfernt. Rückkehr zur Arbeit in der 1. Woche, volle Aktivität ab der 3. Woche. PSA- und Uroflowmetrie-Kontrolle nach 3 Monaten.
Das Endoskop wird über die Harnröhre eingeführt, die Prostatalappen werden mit dem Holmium-Laser von der Kapsel gelöst, das abgelöste Gewebe wird in die Blase verschoben und durch Morcellation entfernt.
Die klinischen Vorteile, die HoLEP im Vergleich zur offenen Prostatektomie und zur klassischen TUR-P (transurethrale Resektion) bietet.
Während die klassische TUR-P bei Prostatae über 80 ml unwirksam ist, ist HoLEP selbst über 200 ml wirksam.
Dank der gefäßverschließenden Eigenschaft des Holmium-Lasers sind transfusionsbedürftige Blutungen selten.
Durch eine Gewebeentfernung wie bei der offenen Operation liegt die Rückfallrate unter 1 %. Bei der TUR-P liegt sie bei 15–20 %.
Während die offene Operation 5–7 Tage im Krankenhaus erfordert, benötigt HoLEP in der Regel nur eine Nacht.
Der Katheter wird innerhalb von 24–48 Stunden entfernt. Bei der offenen Operation beträgt dieser Zeitraum 7–10 Tage.
Das gesamte entfernte Gewebe wird zur Pathologie gesandt. So kann ein verborgener Prostatakrebs entdeckt werden.
Die sich vergrößernde Prostata drückt auf die Harnröhre und verengt den Harnfluss. HoLEP entfernt dieses vergrößerte Gewebe als Ganzes und befreit den Fluss dauerhaft.
Die am häufigsten gestellten Themen — etwa Sexualfunktion, Kontinenz und der Eingriff selbst.
HoLEP hat keine negative Auswirkung auf die Erektion. Bei 75–85 % der Patienten entwickelt sich jedoch eine „retrograde Ejakulation" — das Sperma fließt in die Blase zurück, statt nach außen. Dies mindert das sexuelle Vergnügen nicht. Männer mit Kinderwunsch sollten dies unbedingt vor der Operation besprechen.
In den ersten Wochen kommt es bei 5–10 % der Patienten zu vorübergehendem, leichtem Harnverlust. Mit Beckenbodenübungen bildet er sich meist innerhalb von 4–8 Wochen vollständig zurück. Das Risiko einer dauerhaften Inkontinenz liegt unter 1 %.
Empfohlen werden eine Woche bei Bürotätigkeiten und 3–4 Wochen bei körperlicher Arbeit. Eine Erleichterung des Harnflusses wird meist innerhalb der ersten Woche spürbar. Das vollständige Abklingen von nächtlichem und häufigem Wasserlassen kann 3–6 Monate dauern.
Wenn sie an öffentlichen Krankenhäusern mit SGK-Abkommen (türkische Sozialversicherung) durchgeführt wird, wird HoLEP von der SGK übernommen. Da die Medizinische Fakultät Istanbul ein öffentliches Krankenhaus ist, gilt die SGK-Deckung. Bitte kontaktieren Sie uns vor Ihrem Termin für die aktuelle Lage.
Bei leichter bis mittlerer BPH sind Medikamente wirksam. Wenn die Beschwerden jedoch trotz Medikation fortbestehen, die Prostata groß ist (über 80 ml) oder eine wiederkehrende Obstruktion vorliegt, ist HoLEP eine weitaus dauerhaftere und wirksamere Lösung — und Sie ersparen sich lebenslange Medikamentenkosten und Nebenwirkungen.
Rezum wird bei kleinen bis mittleren Prostatae (30–80 g) ambulant unter örtlicher Betäubung angewendet und erhält die Sexualfunktion. HoLEP ist auch bei großen Prostatae wirksam, hat eine höhere Beständigkeit (99 %) und erfordert eine Vollnarkose/Spinalanästhesie. Lassen Sie uns gemeinsam beurteilen, welche zu Ihnen passt.
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