Eine der häufigsten Krebsarten beim Mann — doch früh erkannt ist die Behandlungserfolgsrate sehr hoch. Der Schlüssel: regelmäßige Kontrollen.
Prostatakrebs entsteht, wenn sich Zellen in der Prostatadrüse unkontrolliert vermehren. Krebs beginnt meist im äußeren Teil der Prostata (der peripheren Zone) — das unterscheidet sich von der inneren Region, in der die gutartige Vergrößerung (BPH) entsteht.
Ein wichtiges Merkmal des Prostatakrebses ist, dass er oft langsam fortschreitet. Bei vielen Patienten bleibt der Krebs jahrelang stumm und bedroht das Leben nicht. Manche Formen können jedoch aggressiv sein. Ziel ist es daher, die aggressive Art früh zu erkennen und langsam wachsende vor einer unnötigen Behandlung zu bewahren.
Im Frühstadium verursacht Prostatakrebs fast keine Symptome. Deshalb beruht die Früherkennung auf regelmäßigen PSA-Kontrollen und einer Untersuchung, die durchgeführt wird, ohne auf Beschwerden zu warten. Bei früh erkanntem Prostatakrebs ist die Behandlungserfolgsrate sehr hoch.
Prostatakrebs beginnt meist in der peripheren Zone, die den äußeren Teil der Prostata bildet. Die gutartige Vergrößerung (BPH) entsteht hingegen in der Transitionalzone um die Harnröhre — deshalb sind die beiden eigenständige Erkrankungen.
Früher Prostatakrebs ist stumm. Die folgenden Symptome treten meist bei fortgeschrittener Erkrankung auf — deshalb ist ein Screening, ohne auf Symptome zu warten, wichtig.
Schwacher Strahl, häufiges Wasserlassen, Pressen. Diese Symptome gehören jedoch meist zur gutartigen Vergrößerung (BPH).
Im Urin oder Sperma sichtbares Blut ist ein Befund, der abgeklärt werden muss.
Anhaltende Schmerzen im unteren Rücken, in der Hüfte oder im Rücken können auf einen Knochenbefall bei fortgeschrittener Erkrankung hinweisen.
Eine neu auftretende Erektionsstörung kann ihn selten begleiten; sie kann auch andere Ursachen haben.
Unerklärlicher Gewichtsverlust und Schwäche sind allgemeine Symptome, die bei fortgeschrittener Erkrankung auftreten können.
Die wichtigste Botschaft: Früher Krebs verursacht keine Symptome. Deshalb retten regelmäßige PSA-Kontrollen Leben.
Die Diagnose des Prostatakrebses verläuft Schritt für Schritt. Ziel ist es, unnötige Eingriffe zu vermeiden, ohne bedeutsamen Krebs zu übersehen.
Eine PSA-Bestimmung im Blut und eine digitale rektale Untersuchung bilden die Grundlage der ersten Abklärung.
In verdächtigen Fällen zeigt das Prostata-MRT risikoreiche Regionen und reduziert unnötige Biopsien.
Bei Bedarf liefert eine MRT-gesteuerte gezielte Prostatabiopsie eine sichere Diagnose und bestimmt den Grad des Krebses.
In notwendigen Fällen beurteilt eine zusätzliche Bildgebung, ob sich der Krebs ausgebreitet hat; die Behandlung wird entsprechend geplant.
Die häufigsten Fragen zu PSA, Screening-Alter und Behandlungsentscheidungen.
Nein. Ein hoher PSA-Wert kann auch durch eine gutartige Vergrößerung, eine Infektion (Prostatitis) oder kürzliche sexuelle Aktivität bedingt sein. Ein hoher PSA-Wert zeigt nur, dass eine weitere Abklärung nötig ist; für sich allein diagnostiziert er keinen Krebs.
Im Allgemeinen werden PSA-Kontrollen ab 50 Jahren empfohlen. Bei familiärer Vorbelastung mit Prostatakrebs oder Zugehörigkeit zu einer Hochrisikogruppe kann dieses Alter auf 45 gesenkt werden. Wir legen den passendsten Screening-Plan gemeinsam fest.
Nein. Bei risikoarmen, langsam wachsenden Krebserkrankungen kann die „aktive Überwachung" bevorzugt werden — das heißt engmaschige Nachsorge statt sofortiger Behandlung. Die Behandlungsentscheidung wird nach Grad und Stadium des Krebses, Ihrem Alter und Ihren Wünschen individuell getroffen.
Je nach Art der Behandlung können Erektionsfunktion und Harnkontrolle beeinträchtigt werden. Moderne nervenschonende Operationen und fortschrittliche Strahlentherapie-Techniken verringern diese Risiken. Mögliche Auswirkungen werden vor der Behandlung offen besprochen.
Bei frühen, auf die Prostata begrenzten Krebserkrankungen ist die Behandlungserfolgsrate sehr hoch und die Langzeitüberlebensraten sind sehr gut. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen, die durchgeführt werden, ohne auf Symptome zu warten, von großer Bedeutung.
Beim Prostatakrebs verändert die Früherkennung alles. Verschaffen Sie sich mit einem einfachen PSA-Test und einer Untersuchung Gewissheit. Für Abklärung und ein Vorgespräch können Sie uns über WhatsApp erreichen.