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Prostatakrebs

Eine der häufigsten Krebsarten beim Mann — doch früh erkannt ist die Behandlungserfolgsrate sehr hoch. Der Schlüssel: regelmäßige Kontrollen.

Überblick

Was ist Prostatakrebs?

Prostatakrebs entsteht, wenn sich Zellen in der Prostatadrüse unkontrolliert vermehren. Krebs beginnt meist im äußeren Teil der Prostata (der peripheren Zone) — das unterscheidet sich von der inneren Region, in der die gutartige Vergrößerung (BPH) entsteht.

Ein wichtiges Merkmal des Prostatakrebses ist, dass er oft langsam fortschreitet. Bei vielen Patienten bleibt der Krebs jahrelang stumm und bedroht das Leben nicht. Manche Formen können jedoch aggressiv sein. Ziel ist es daher, die aggressive Art früh zu erkennen und langsam wachsende vor einer unnötigen Behandlung zu bewahren.

Im Frühstadium verursacht Prostatakrebs fast keine Symptome. Deshalb beruht die Früherkennung auf regelmäßigen PSA-Kontrollen und einer Untersuchung, die durchgeführt wird, ohne auf Beschwerden zu warten. Bei früh erkanntem Prostatakrebs ist die Behandlungserfolgsrate sehr hoch.

Risikofaktoren

  • Alter: Das Risiko steigt deutlich nach dem 50. Lebensjahr
  • Familiengeschichte: Prostatakrebs bei Vater oder Bruder erhöht das Risiko
  • Genetik: Bestimmte vererbte Genveränderungen (z. B. BRCA) bergen ein Risiko
  • Ethnizität: Das Risiko ist in manchen Bevölkerungsgruppen höher
  • Ernährung: Eine tierfettreiche Ernährung wurde damit in Verbindung gebracht
Anatomie

Die Zonen der Prostata und der Krebs

Prostatakrebs beginnt meist in der peripheren Zone, die den äußeren Teil der Prostata bildet. Die gutartige Vergrößerung (BPH) entsteht hingegen in der Transitionalzone um die Harnröhre — deshalb sind die beiden eigenständige Erkrankungen.

Zonale Anatomie der Prostata — periphere, zentrale, Transitionalzone und anteriores fibromuskuläres Stroma
Prostatazonen — etwa 70 % der Krebserkrankungen beginnen in der peripheren Zone
Symptome

Wann verursacht er Symptome?

Früher Prostatakrebs ist stumm. Die folgenden Symptome treten meist bei fortgeschrittener Erkrankung auf — deshalb ist ein Screening, ohne auf Symptome zu warten, wichtig.

i.

Veränderungen beim Wasserlassen

Schwacher Strahl, häufiges Wasserlassen, Pressen. Diese Symptome gehören jedoch meist zur gutartigen Vergrößerung (BPH).

ii.

Blut im Urin oder Sperma

Im Urin oder Sperma sichtbares Blut ist ein Befund, der abgeklärt werden muss.

iii.

Knochenschmerzen

Anhaltende Schmerzen im unteren Rücken, in der Hüfte oder im Rücken können auf einen Knochenbefall bei fortgeschrittener Erkrankung hinweisen.

iv.

Erektionsprobleme

Eine neu auftretende Erektionsstörung kann ihn selten begleiten; sie kann auch andere Ursachen haben.

v.

Ungewollter Gewichtsverlust

Unerklärlicher Gewichtsverlust und Schwäche sind allgemeine Symptome, die bei fortgeschrittener Erkrankung auftreten können.

vi.

Meist: keine Symptome

Die wichtigste Botschaft: Früher Krebs verursacht keine Symptome. Deshalb retten regelmäßige PSA-Kontrollen Leben.

Diagnose

Wie wird er diagnostiziert?

Die Diagnose des Prostatakrebses verläuft Schritt für Schritt. Ziel ist es, unnötige Eingriffe zu vermeiden, ohne bedeutsamen Krebs zu übersehen.

i. Screening

PSA & Untersuchung

Eine PSA-Bestimmung im Blut und eine digitale rektale Untersuchung bilden die Grundlage der ersten Abklärung.

ii. Bildgebung

Multiparametrisches MRT

In verdächtigen Fällen zeigt das Prostata-MRT risikoreiche Regionen und reduziert unnötige Biopsien.

iii. Biopsie

Sichere Diagnose

Bei Bedarf liefert eine MRT-gesteuerte gezielte Prostatabiopsie eine sichere Diagnose und bestimmt den Grad des Krebses.

iv. Staging

Ausbreitungsbeurteilung

In notwendigen Fällen beurteilt eine zusätzliche Bildgebung, ob sich der Krebs ausgebreitet hat; die Behandlung wird entsprechend geplant.

Behandlung

Behandlungsmöglichkeiten

Beim Prostatakrebs wird die Behandlung je nach Grad und Stadium des Krebses, Alter und Allgemeingesundheit individuell gestaltet. Die „beste Behandlung" kann für jeden Patienten unterschiedlich sein.

Aktive Überwachung

Bei risikoarmen, langsam wachsenden Krebserkrankungen; engmaschige Nachsorge statt Behandlung. Sie schützt vor unnötigen Nebenwirkungen.

Radikale Prostatektomie

Vollständige chirurgische Entfernung der Prostata. Nervenschonende Techniken zielen darauf, die Funktion zu erhalten.

Strahlentherapie

Zerstörung der Krebszellen mit Strahlentherapie. Bei manchen Patienten kann sie eine Alternative zur Operation sein.

Hormon- & fortgeschrittene Therapien

Bei fortgeschrittener Erkrankung halten Hormontherapie und aktuelle systemische Behandlungen die Erkrankung unter Kontrolle.

Häufig gestellte Fragen

Was Patienten am meisten fragen

Die häufigsten Fragen zu PSA, Screening-Alter und Behandlungsentscheidungen.

Bedeutet ein hoher PSA-Wert Krebs?

Nein. Ein hoher PSA-Wert kann auch durch eine gutartige Vergrößerung, eine Infektion (Prostatitis) oder kürzliche sexuelle Aktivität bedingt sein. Ein hoher PSA-Wert zeigt nur, dass eine weitere Abklärung nötig ist; für sich allein diagnostiziert er keinen Krebs.

In welchem Alter sollte ich mit dem Screening beginnen?

Im Allgemeinen werden PSA-Kontrollen ab 50 Jahren empfohlen. Bei familiärer Vorbelastung mit Prostatakrebs oder Zugehörigkeit zu einer Hochrisikogruppe kann dieses Alter auf 45 gesenkt werden. Wir legen den passendsten Screening-Plan gemeinsam fest.

Erfordert Prostatakrebs immer eine Operation?

Nein. Bei risikoarmen, langsam wachsenden Krebserkrankungen kann die „aktive Überwachung" bevorzugt werden — das heißt engmaschige Nachsorge statt sofortiger Behandlung. Die Behandlungsentscheidung wird nach Grad und Stadium des Krebses, Ihrem Alter und Ihren Wünschen individuell getroffen.

Beeinflusst die Behandlung meine Sexual- und Harnfunktion?

Je nach Art der Behandlung können Erektionsfunktion und Harnkontrolle beeinträchtigt werden. Moderne nervenschonende Operationen und fortschrittliche Strahlentherapie-Techniken verringern diese Risiken. Mögliche Auswirkungen werden vor der Behandlung offen besprochen.

Wie hoch sind die Heilungschancen bei Früherkennung?

Bei frühen, auf die Prostata begrenzten Krebserkrankungen ist die Behandlungserfolgsrate sehr hoch und die Langzeitüberlebensraten sind sehr gut. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen, die durchgeführt werden, ohne auf Symptome zu warten, von großer Bedeutung.

Termin

Regelmäßige Kontrollen retten Leben

Beim Prostatakrebs verändert die Früherkennung alles. Verschaffen Sie sich mit einem einfachen PSA-Test und einer Untersuchung Gewissheit. Für Abklärung und ein Vorgespräch können Sie uns über WhatsApp erreichen.