📍 Medizinische Fakultät Istanbul, Çapa 📞 +90 212 414 20 00 senoltonyali@istanbul.edu.tr
TR EN DE

Was Sie über die Penisprothese wissen möchten

Die dauerhafteste Lösung bei medikamentenresistenter Erektionsstörung. Wir sprechen offen über den operativen Ablauf, die Typen, die Erholung und realistische Erwartungen.

Eine Penisprothese ist eine dauerhafte Lösung, die ins Spiel kommt, wenn eine Erektionsstörung nicht auf Methoden wie Medikamente, Stoßwelle oder Injektionen anspricht. Zum Thema kursieren viele Fragezeichen und Irrtümer; in diesem Artikel erklären wir den Ablauf auf verständliche und ehrliche Weise.

Was ist eine Penisprothese?

Eine Penisprothese ist ein chirurgisch in den Penis eingesetztes Implantat, das eine Erektion auf Abruf ermöglicht. Anders als Medikamente bringt sie eine dauerhafte mechanische Lösung des Problems. Es ist eine seit vielen Jahren angewandte, erprobte Methode mit hoher Patienten- und Partnerzufriedenheit.

Zwei Haupttypen

  • Biegsame Prothese: Zwei flexible, in den Penis eingesetzte Stäbe, die sich von Hand formen lassen. Sie ist einfach und leicht anzuwenden.
  • Aufblasbare (3-teilige) Prothese: Besteht aus zwei Zylindern im Penis, einer Pumpe im Hodensack und einem Flüssigkeitsreservoir im Bauchbereich. Wird die Pumpe gedrückt, entsteht eine Erektion, und beim Entleeren kehrt der Penis in seinen weichen Zustand zurück. Es ist der dem Natürlichen am nächsten kommende und am meisten bevorzugte Typ.
3-teiliges aufblasbares Penisprothesen-System
3-teilige aufblasbare Prothese: die Zylinder, die Pumpe und das Reservoir arbeiten zusammen.

Für wen ist sie geeignet?

Eine Penisprothese wird meist in Betracht gezogen, nachdem andere Behandlungen versucht wurden. Geeignete Kandidatengruppen:

  • Personen, die von Medikamenten (Tabletten), Stoßwelle (ESWT) oder Injektionsbehandlungen nicht ausreichend profitieren
  • Personen mit fortgeschrittener Erektionsstörung aufgrund von Diabetes
  • Personen, die nach einer Prostatakrebs-Operation eine dauerhafte Erektionsstörung entwickeln
  • Personen mit einem schweren Erektionsproblem, das eine Peyronie-Krankheit begleitet
  • Personen, die eine dauerhafte und zuverlässige Lösung suchen

Der operative Ablauf

Die Operation erfolgt meist über einen kleinen Schnitt zwischen Penis und Hodensack (penoskrotaler Zugang). So ist die Schnittnarbe fast unsichtbar. Während des Eingriffs werden die Prothesenkomponenten an anatomisch korrekten Stellen platziert. Die Operation dauert meist einige Stunden und erfordert einen kurzen Krankenhausaufenthalt.

Erholung und Anwendung

Schwellung und leichte Schmerzen in den ersten Tagen nach der Operation sind normal und werden mit Schmerzmitteln kontrolliert. Die Rückkehr ins Alltagsleben erfolgt meist innerhalb einiger Wochen. Die aktive Anwendung der Prothese beginnt, nachdem die Gewebe vollständig geheilt sind — meist innerhalb von 4–6 Wochen — mit Zustimmung des Arztes. Wie die aufblasbare Prothese anzuwenden ist, wird bei den Kontrollen ausführlich erklärt.

Eine Penisprothese macht die Sexualität nicht „künstlich"; sie stellt nur die verlorene Funktion wieder her. Empfindung, Orgasmus und Ejakulation bleiben weitgehend erhalten.

Realistische Erwartungen

Ehrlich gesagt ist die richtige Erwartung der halbe Erfolg:

  • Empfindung und Orgasmus bleiben erhalten: Die Prothese sorgt nur für Festigkeit; Hautempfindlichkeit, Orgasmus und (falls vorhanden) Ejakulation werden nicht beeinträchtigt.
  • Festigkeit auf Abruf: Mit einer aufblasbaren Prothese erreichen Sie eine Erektion, wann immer Sie möchten, und kehren dann in den weichen Zustand zurück.
  • Sie ist langlebig: Moderne Prothesen funktionieren viele Jahre problemlos; sie können bei Bedarf ausgetauscht werden.
  • Die Zufriedenheit ist hoch: Sowohl Patienten- als auch Partnerzufriedenheit sind bei richtiger Kandidatenauswahl recht hoch.

Gibt es Risiken?

Wie jeder chirurgische Eingriff hat auch eine Penisprothese Risiken — das wichtigste ist die Infektion, doch mit modernen antibiotikabeschichteten Prothesen und sterilen Techniken ist dieses Risiko recht gering. Ein mechanisches Versagen ist selten und lässt sich beheben. Alle Risiken und Vorsichtsmaßnahmen werden vor der Operation offen besprochen.

Dieser Inhalt wurde unter Wahrung der Privatsphäre zu Informationszwecken erstellt und ersetzt keine Untersuchung. Die Abklärung und alle Beratungen erfolgen vertraulich.

Verwandte Seiten

Penisprothese → Männliche Sexualgesundheit → ESWT-Behandlung →
Häufig gestellte Fragen

Was die Leute fragen

Die häufigsten Fragen zur Penisprothese.

Beeinträchtigt eine Penisprothese Empfindung und Orgasmus?

Nein. Die Prothese sorgt nur für Festigkeit; Hautempfindlichkeit, Orgasmus und, falls vorhanden, Ejakulation bleiben weitgehend erhalten.

Wer ist Kandidat für eine Penisprothese?

Meist sind Patienten mit fortgeschrittener Erektionsstörung Kandidaten, die nicht auf Medikamente, Stoßwelle (ESWT) oder Injektionsbehandlungen ansprechen. Eine dauerhafte Erektionsstörung aufgrund von Diabetes oder nach einer Prostatakrebs-Operation sind häufige Beispiele.

Wird die Operationsnarbe sichtbar sein?

Die Operation erfolgt meist über einen kleinen Schnitt zwischen Penis und Hodensack (penoskrotaler Zugang); so ist die Schnittnarbe fast unsichtbar.

Wann kann die Prothese angewendet werden?

Nachdem die Gewebe vollständig geheilt sind, meist 4–6 Wochen nach der Operation, beginnt die aktive Anwendung der Prothese mit Zustimmung des Arztes.

Termin

Lassen Sie uns vertraulich sprechen

Bei der Erektionsstörung beginnt die richtige Lösung mit der richtigen Abklärung. Lassen Sie uns Ihre Fragen und Ihre Situation vertraulich besprechen. Für ein Vorgespräch können Sie uns über WhatsApp erreichen.